Grundregeln
Umgang mit Suchtmitteln und Medikamenten
Im Huus Feldhof begegnen wir den Menschen mit Respekt, Wertschätzung und Professionalität. Die Selbstbestimmung unserer Bewohner:innen ist für uns ein zentrales Gut und wird aktiv gefördert. Sie ist jedoch nicht unveränderlich, sondern kann sich je nach Situation und gesundheitlichem Zustand verändern. Wie weit Autonomie gelebt werden kann, hängt zudem von den Möglichkeiten der Institution sowie vom Grad der Selbst- oder Fremdgefährdung ab – letztere umfasst auch Verhalten, das für andere Bewohner:innen oder Mitarbeitende nicht tragbar ist.
Unser Ziel ist es, die Balance zwischen Selbstbestimmung, Fürsorge und Sicherheit verantwortungsvoll zu gestalten. Substanzkonsum – auch in Verbindung mit Medikamenten – verstehen wir zunächst als Versuch, persönliche Belastungen oder Bedürfnisse zu bewältigen.
Ein Konsum wird nur dann dokumentiert, wenn er als «kontrolliert» gilt – das heisst, wenn er in Absprache mit dem Team erfolgt, um akute Selbst- oder Fremdgefährdung zu vermeiden.
Wir verstehen einen problematischen Substanzkonsum nicht als Charakterschwäche, sondern als Versuch, persönliche Belastungen oder Bedürfnisse zu bewältigen.
Bewohner:innen mit problematischem Konsummuster oder Suchtmittelproblematik begegnen wir respektvoll, professionell und ohne Stigmatisierung.
Sucht anerkennen wir als eine Erkrankung – Rückfälle werden im Rahmen der Tragbarkeit geduldig begleitet.
Entwicklung, Entlastung und Verbesserung sind in jedem Lebensabschnitt möglich und werden angestrebt; hierfür werden Problemeinsicht und Veränderungsbereitschaft gefördert.
Der Besitz oder Konsum von illegalen Substanzen ist nicht erlaubt. Verdacht ist der Heimleitung zu melden, die weitere Instanzen (Verwaltungsrat, Hausarzt) informiert.
Die Lagerung von verschreibungspflichtigen Medikamenten geschieht in Absprache mit Pflegedienstleitung. Opiate, Benzodiazepine, Z-Substanzen werden, wenn möglich, zentral aufbewahrt und durch das Pflegepersonal abgeben.